Mit dem Besuch in Jordanien werden konnten wir einen kurzen Einblick in die arabische Welt erhalten. Der Wüstenstaat hat mit Syrien, Israel, Irak und Saudi Arabien nicht gerade die einfachsten Nachbarn, international konnten sich aber die Diplomaten um König Abdullah eine weltoffene und friedliche Reputation erarbeiten. Gastfreundlich erlebten wir auch die Einwohner. Sie sprachen uns immer wieder an und gaben auch gerne Auskunft zu unseren Fragen.
Wir haben uns in Amman ein kleines Mietauto genommen (Hyundai Atos) und fuhren Richtung Süden zum Roten Meer an unser erstes Ziel. Die Stadt Aqaba ist der Ferienort im Lande und war auch bei unserem Besuch Ende Januar noch angenehm warm und sonnig (Wassertemp. ca. 22 Grad). Nach einer Nacht gings wieder Richtung Norden, wo wir in Wadi Rum halt machten und die felsige Wüstenlandschaft bestaunten. Ein Stopp lohnt sich allemal und ein Kamel hat sich auch darüber gefreut, dass wir ihm einige Äste eines Strauches fütterten…
Die bekannteste Sehenswürdigkeit im Land ist ohne Zweifel Petra. Schon 300 Jahre vor Christus erbauten erste Siedler Häuser und Tempel in den Sandstein und während den folgenden sechs Jahrhunderten florierte nicht nur der Handel, sondern auch die Steinmetzkunst, die heute noch bewundert werden kann. Für mittlerweile 50 jordanische Dinar (65 Franken) Eintritt pro Person nicht gerade ein Schnäppchen, aber die Stadt ist nun wirklich einmalig und das Geld gut angelegt. Ohne Probleme haben wir den ganzen Tag in der Wüstenstadt verbracht und immer wieder gestaunt.
Zweites Highlight auf unserem Kurztrip war das Tote Meer. Die Meisten haben wohl schon davon gehört, dass man einfach ins Wasser liegen kann ohne unter zu gehen. Es dann selbst zu erleben war ein einfach grossartig. Die immense Salzkonzentration (bis zu 33%) lässt einem nicht nur auf der Oberfläche schweben sonder hat auch zur Folge, dass man statt auf Sand auf Salzkristallen ins Wasser läuft. Übrigens liegt der Wasserspiegel des Toten Meeres 410 Meter tiefer als der der Weltmeere. Es gibt keinen anderen Punkt auf der Erde an dem man soweit unter der Meereshöhe ist (ohne nass zu werden).
Um die Jordanien Tour abzurunden, haben wir uns noch die ehemalige Römerstadt von Jerash (zu Römerzeiten Gerasa) angeschaut. Es gibt zwei grosse Theater, einen grossen Stadtplatz, eine Wagenrennen-Bahn, Tempel und und und. Auf der fast 2000 Jahre alten Römerstrasse zu spazieren ist natürlich auch nicht schlecht. Mit ein wenig Vorstellungskraft kann man sich gut verstellen, wie schön es damals ausgesehen hat.
Bilder: 1 Amman, 2-4 Aqaba, 5-6 Wadi Rum, 7-16 Petra, 17-21 Totes Meer, 22-28 Jerash



























